Pflanzenheilkunde (Phytotherapie): Aprikosenkernöl

24.09.2026
10 verschiedene mit Wasser gefüllte Glasgefäße mit verschiedenen Arzneipflanzen vor weißem Hintergrund

Aprikosenkernöl (Prunus Armeniaca) wird aus dem Kern der Aprikosenfrucht, genauer gesagt aus den inneren Mandeln des Aprikosensteins gewonnen. Es ist vergleichbar mit dem Mandelöl, hat daher auch einen charakteristischen Geruch, ist allerdings deutlich milder und hinterlässt keinen Fettfilm.

Die Inhaltsstoffe des Öls bestehen hauptäschlich aus Ölsäure, Linolsäure, Vitamin E und Phytosterole.

Das Aprikosenkernöl ist ein sehr hochwertiges Öl, welches in der Haut-und Haarpflege, aber auch in der Ohrenmedizin eingesetzt wird.

Es eignet sich für trockene empfindliche Haut ebenso für die reife Haut. Außerdem ist es auch für die Babypflege sehr zu empfehlen.

Ein paar Tropfen in die Haare einmassiert, macht sprödes Haar wieder geschmeidig und hat einen nachhaltigen glänzenden Effekt.

Für die Ohrenpflege kann es sowohl in der äußeren Ohrmuschel angewendet werden, wie auch im Ohr zur Verflüssigung von hartem Ohrenschmalz.

Bei trockener Haut in der äußeren Ohrmuschel z.B. durch häufiges Tragen von Ohrhörern, welche mit der Zeit auch einen Ruckreiz zur Folge haben können, nimmt man 1-2 Tropfen und verteilt diese auf der Haut. Das Öl zieht sofort ein und bildet keinen fettigen Rückstand.

Bei einer Anwendung im Ohr tropft man drei bis vier Tropfen direkt in das Ohr ( am besten den Kopf dabei auf die Seite legen) , und lässt es dort ca. 3-5 Minuten einwirken, verflüssigt sich der vorhandene Ohrenschmalz und läuft von alleine aus dem Ohr. Am besten wendet man diese Methode vor dem Schlafengehen an, dann reinigt sich das Ohr über Nacht von alleine. Diesen Vorgang kann man je nach Stärke des Ohrenschmalzes mehrfach wiederholen, oder aber auch zusätzlich mit einem Peleusball (Pipettierball) unterstützen. Dadurch würde man den verflüssigten Ohrenschmalz raussaugen. Diese Methode ist deutlich besser als das Verwenden von Ohrenstäbchen. (Achtung: Ohrenstäbchen neigen dazu eher den Ohrenschmalz weiter nach innen zu drücken, oder sogar das Trommelfell zu verletzen. Deshalb ist davon abzuraten!)

(Anmerkung: Bei Vermutung, dass es sich ggf. um eine Entzündung des Innenohrs handelt, sollte dies von einem Ohrenarzt abgeklärt werden!)